In den Felsen, die in der Tertiärepoche geschoben, gehoben und zusammengepresst wurden, entstanden Falten, und die Erosion durch Wasser hat in Millionen von Jahren nach und nach unzählige Halbinseln und Buchten zwischen Punta Cavo (Montenero) und Punta Mesco erzeugt. Hier befinden sich fünf Dörfer: Riomaggiore, Manarola, Corniglia, Vernazza e Monterosso, die den berühmten “Cinque Terre” ihren Namen gegeben haben.
Inmitten dieses geologischen Naturwunders ist es den Bewohnern gelungen, mit Hilfe des Terrassenanbaus dem wenig großzügigen Boden, der aus engen Streifen (die Fasce) steil über dem Meer besteht, seine Früchte abzugewinnen. Vielleicht ist es die salzige Luft, die sich an Sturmtagen durch die hohen Wellen bildet, gemeinsam mit der harten Arbeit, die die Bauern seit Jahrhunderten leisten, die den Trauben ihre Süße und den Oliven und Zitronen ihren intensiven Geschmack verleihen.
Nachdem die Römer die antike etruskische Straße verkehrsfähig gemacht hatten, wodurch Tausch und Handel auch die Cinque Terre erreichten, geriet das Gebiet während der Herrschaft der Republik von Genua erneut in Vergessenheit, und vielleicht konnte es eben hierdurch seine natürliche Schönheit bewahren. Die Bewohner waren gezwungen, eine Unzahl von Mauern und Mäuerchen zu bauen, um diese steilen Landstreifen zu befestigen.
Auch heute noch ist es nicht so leicht, die fünf Örtchen zu besuchen, entweder mit dem Zug oder auf kurvigen Straßen; aber der schwierige Zugang ist immer noch die beste Garantie für den Erhalt einer Landschaft mit weltweit einzigartigen Eigenschaften. |
|